ERLEBNISBERICHT:Cradle Of Filth, Moonspell, The Haunted, 19.03.05, Elser-Halle MÙnchen |
subkultur.de 04/05
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Cradle Of Filth und Moonspell auf einem Gig erleben zu dÙrfen, z¹hlt
wohl zu jenen Ereignissen, die ein Metalhead kein zweites mal erleben
darf. Schon einige Konzerte habe ich in MÙnchen besucht und nicht selten
mußte ich mich sehr Ùber dÙrftige Besucherzahlen trotz erstklassischer
Headliner wundern. Doch bei solch einem Ausnahme-Event war alles anders. Ihr müßt bitte entschuldigen, daß ich
bei diesem Review nicht mit Liveaufnahmen dienen kann. Aber das letzte,
womit ich mich diesen Abend belasten wollte, war ein spa¤bremsender Fotoapparat
im Gep¹ck und die st¹ndige Sorge um die Erhaltung dessen Betriebsf¹higkeit. THE HAUNTEDBei einem Event kleinerer Grù¤enordnung h¹tten The Haunted wohl selbst das Amt eines Headliners bekleidet. An diesem Abend dienten sie allerdings "nur" als Support fÙr zwei wahre Szenegrù¤en. Nichts desto Trotz sorgten die Schweden mit ihrer Mischung aus melodischem Death Metal und Hardcore fÙr einen wÙrdigen Auftakt dessen, was noch kommen sollte. www.the-haunted.comMOONSPELLber die portugiesischen Meister des Dark Metal und deren Stellung, die sie nun schon seit zehn Jahren im weiten Feld der harten Tonkunst behaupten, braucht man wohl ebenso wenige Worte verlieren, wie Ùber deren Ruf als erstklassische Liveband. Nach erfolgreich absolvierter Tournee zu ihrem letzten Album "The Antidote" Anfang 2004, w¹hrend der sie vorwiegend aktuelle StÙcke zum Besten gaben, besannen sie sich nun ganz ihrer Wurzeln. Dem entsprechend bildeten die Songs ihrer FrÙhwerke "Wolfheart" und "Irreligious" den Schwerpunkt ihres Sets. "Wolfshade", "Vampiria", "Alma mater", "Opium", "Mephisto" und zuletzt der Bandklassiker "Full moon madness" riefen Erinnerungen an "alte" Zeiten wach und demonstrierten, daß die Band leider vor langer Zeit ihren Zenit Ùberschritten hat. Songs dieses Kaliebers gehùren in der Bandgeschichte wohl auch in Zukunft der Vergangenheit an. www.moonspell.com CRADLE OF FILTHDiese Band wird wie kaum eine andere in der Szenen gleicherma¤en gehaßt wie vergùttert. Der Anklage des Kommendes l¹ngst fÙr schuldig befunden, gibt es immer wieder Neider, die mit dem Finger auf die Briten zeigen. Doch wenn man ehrlich ist, gibt es tats¹chlich nur wenige Bands, die diesen Finsterlingen auch nur im Entferntesten das Wasser reichen kùnnen - sei es hinsichtlich der ausgefeilten Kompositionen oder der au¤ergewùhnlichen lyrischen Glanzleistungen. Doch auch ihre originelle Mischung aus Black und Gothic Metal mit einer ordentlichen Portion Horrorfeeling heben die Band von der Masse ab und machen einen direkten Vergleich mit anderen Formationen nahezu unmùglich. An diesem Abend bewiesen die Musiker, daß ihr gro¤es Kapital nicht etwa auf die Studioretorte zurÙckzufÙhren ist, sondern daß sie sehr wohl in der Lage sind, die komplexen StÙcke auch live mÙhelos zu meistern. DarÙber hinaus sorgte eine ausgefeilte BÙhnenshow immer wieder fÙr Aufsehen und Abwechslung. Steinerne Gargoyles der BÙhnendekoration begannen sich urplùtzlich zu bewegen und auf der BÙhne umher zu schleichen, ein etwa 3 Meter hoher, grimmiger Holzd¹mon, gleich einer Ùberdimensionierten Marionette, nutze zweimal die BÙhne als Plattform, um die Massen anzuheizen. W¹hrend "Nymphetamine" sorgte eine sp¹rlich bekleidete Akrobatin an einem Seidentuch in einigen Metern Hùhe fÙr Speichelfluß - zumindest bei den m¹nnlichen G¹sten! W¹hrend dieses optischen "Schmankerls" (wieÇs die MÙnchner wohl nennen wÙrden) kam sogar der scheinbar rastlose Pogo fÙr einige Minuten zum Stillstand. Bandkopf und Kampfzwerg Dani sprang wie ein Kobold auf der BÙhne umher und auf einem Podest im Background thronte Sarah Jezebel Deva, die Seele von COF und neben Dani Filth seit "Vempire" die einzige Konstante im Band-LineUp. Sie sorgte fÙr alle weiblichen Sprach- und Gesangseinlagen. Gegen Ende des etwa 80-minÙtigen Gigs waren Gedr¹nge, Pogo und die damit verbundene Transpirationsfreudigkeit aller Beteiligten in einem Ma¤e angestiegen, daß an den LÙftungsrohren kondensierter Schwei¤ allm¹hlich von der Decke regnete. Wenn das mal kein Beweis fÙr eine ausgelassene Stimmung und darÙber hinaus fÙr ein ausgezeichnetes Konzert ist... Hier noch ein Auszug aus der Playlist
(nicht chronologisch): "Gilded cunt", "Nemesis", "Tortured
soul asylum", "Nymphetamine", "Thirteen autumns and
a widow", "The forest whispers my name", "Cthulhu
dawn", "A gift of fever", "Her ghost in the fog",
"Better to reign in hell", Mother of abomination" und als
Zugabe "From the cradle to enslave". http://www.gothicparadise.de/main/stuff/gallery/CoF2005/0_galerie.html
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MOONSPELL
Kuriosum Dani FILTh |
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