ERLEBNISBERICHT: EISREGEN, ANACONDA, GARDENS OF GEHENNA, DESPAIRATION, FROG STAR BATTLE MACHINE -  
Helmbrechts 19.01.02

Eigentlich erwartete ich von dem gemischten LineUp nicht sehr viel, als ich die Turnhalle des TVH betrat. Doch schon der Beginn sollte mich über die Maßen hinaus begeistern.Den es gab einige Überraschungen beim Benefiz- Konzert zu Gunsten von "Ärzte ohne Grenzen" in Helmbrechts.

Zum Aufwärmen krachte die junge Band FROG STAR BATTLE MACHINE auf die Bretter. Lt. Ansage des Sängers aus Washington D.C. Verständlich, denn wer will schon gerne zugeben, daß er aus 95152 Selbitz, im gottverlassenen Oberfranken kommt. Abgedrehte Musik mit Meisterklasse-Hardcore-Brettern sind ihr Business. Das Publikum dankte mit begeistertem Beifall.

Zum weiteren Amüsement der angereisten Massen (350 Gäste) betraten die Hofer Ausnahme Rockstars DESPAIRATION die Bühne. Leider stießen diese mit ihrer vergleichbar ruhigen und ausgeglichenen Musik auf wenig Interesse beim Metall- Volk. Mich hingegen begeisterte die mittlerweile sehr fortgeschrittene Live- Qualität und die vorgestellten Stück der im März erscheinenden CD.

Die sich mittlerweile auf großem Vorstoß befindliche Death-/Doom- Band GARDENS OF GEHENNA nahmen als Nächstes die eigentlich Headliner- Rolle ein. Die Halle voll, die Leute heiß. Bangende Köpfe, fliegende Haare. Auch hier schlugen die neuen Songs gut ein. Falls beim Label LAST EPISODE alles glatt geht, können wir uns demnächst auch zu Hause die Ohren von der neuen Scheibe zukleistern lassen. Der Frontfrau Birgit (Bass) ist übrigens die gute Organisation und Koordination des Konzertes zu verdanken.

Keiner hätte wohl gedacht, daß das Folgende Wirklichkeit werden könnte. Die "legendary godfathers of the upperfrankonian metal scene" ANACONDA hatten sich, nach fünf Jahren Bühnenabstinenz, zu einer Reunion zusammengefunden. Sie begeisterten die Fans mit fünf Songs in bester Thrash- Manier. Darunter auch zwei neue "Lieder". Bleibt abzuwarten was sich um die Band demnächst tut.

"Es hat wieder begonnen!" und EISREGEN übernahmen die Gitarren. "Deutschland in Flammen" knallte zuerst aus der Blutkehle von Sänger M. Roth. Leider zeigte das Publikum im Verlauf des Auftrittes mehr und mehr Desinteresse. Wahrscheinlich auch wegen der nicht optimalen Soundqualität und der Lustlosigkeit der Band. Das hinderte mich persönlich aber nicht daran ordentlich mitzugehen. Man ist ja schließlich Fan. Mit den Worten "Chuck Schuldiner ist von uns gegangen. Willkommen in der KREBSKOLONIE" eröffnete die Blutkehle EISREGENs Hit No. 1 und eines der provozierensden Lieder der Musikgeschichte. Anschließend folgte noch das etwas ernsthaftere Tribut an Death. Die Coverversion des Klassikers "Born Dead". Einige Lieder weiter, war das showtechnische Debakel EISREGENs am Ende.

Für mich insgesamt ein ansprechender Konzert-Abend mit abwechslungsreicher Besetzung.

Master of Pain

Danke an Rüdiger Beyer für die PHOTOS!

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