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ERLEBNISBERICHT:
VELDENSTEINER FESTIVAL |
DO.
25.07.02
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So viele, daß die Parkplatzsuche schon weit vor dem Festivalgelände hoffnungslos war. Sämtliche freie Flächen waren zum Teil sehr gewagt zugeparkt und wären da nicht ein paar verständnisvolle Anwohner gewesen, die mich vor ihre Garageneinfahrt dirigierten, hätte sich mein Festival wohl vor dem Autoradio abgespielt. Nach 10 Minuten Fußmarsch traf ich dann auf eine Menschenschlange. Der Einlaß ging aber recht zügig, wenn man mal davon absieht, daß meine hinterlegte Karte erst nach einigen Telefonanrufen auffindbar war. Ein Minuspunkt waren die sonnengelben Bändchen, für meinen Geschmack vollkommen unpassend und einfach optisch das totale Grauen!!!! Durch die Parkplatzsuche und dem Hick Hack am Einlaß konnte ich von MILA MAR leider nur die letzten zwei Stücke aus der Ferne vernehmen. Dieser Abstand zur Bühne sollte sich dann auch im Laufe des Abends nur unwesentlich ändern, da der einst freie Platz vor der Bühne total vollgestopft war. Menschenmassen! Dauerdrängeln! Besonders auf dem Mittelaltermarkt machte sich das bemerkbar. Die einzelnen Buden und Stände waren verhältnismäßig eng und verwinkelt aufgebaut, sodaß, vor allem zwischen den Konzerten, ein Durchkommen unmöglich war. Aber das Bad in Menge lohnte sich wirklich. Mal abgesehen vom Haribo- Stand, der nicht wirklich dort hineinpaßte, bemühten sich alle Schausteller und Verkäufer um entsprechendes Ambiente und Flair. Die Preise waren, für Euro- und Festivalverhältnisse, noch human. Neben dem üblichen Speis und Trank- Allerelei und einem riesigen Merchandise Stand waren Bäckereien und Handwerksstände vor Ort und man konnte so ziemlich alles, was im weitesten Sinne mit Mittelalter zu tun hat, anschauen und käuflich erwerben: Gewandungen aller Art, Schmuck Bücher, Cds, Trinkhörner ... . Jaja, und Met gabs auch, in allen Varianten. Überhaupt war Met wohl das mit Abstand beliebteste Getränk. Schon in den späten Nachmittagsstunden konnte ich einige bewegungsunfähige Menschen liegen sehen. Und auch sonst waren viele irgendwie auf Met :-) Das Publikum selbst war bunt gemischt. Vom Normalo in Jeans bis zum Mittelealterfreak in Gewandung war so ziemlich alles vertreten. Damit gingen auch MERLONS LICHTER und die Irish Folk- wir springen alle um die Wette- Session von FIDDLERS GREEN in Ordnung, womit ich persönlich allerdings nicht so viel anfangen konnte. Bei allen Bands ging vor der Bühne der sprichwörtliche "Punk" ab. Spätestens ab SCHANDMAUL wurde die ausgelassene Stimmung vor der Bühne nur bei den Umbaupausen ein wenig unterbrochen. Als es Dunkel wurde, erhellten Fackeln, Öllämpchen und Kerzen das Treiben und so wurde gerade am Rande des Festivals mit spontanen Trommel-Sessions, Dudelsackspielern und nicht zuletzt mit den extatischen Tanzeinlagen vieler Besucher eine einmalige Atmosphäre heraufbeschworen. Zu IN EXTREMO kämpfte ich mich auf ca. halben Weg zur Bühne vor und mußte einmal mehr feststellen, daß es kleine Leute doch ziemlich schwer haben. Die Vaganten haben aber auch auf Distanz mit ihrer energiegeladenen Show und einem mächtigen Pyrofeuerwerk schwer beeindruckt. Für meinen Geschmack war das Gebahren ein bißchen übertrieben, aber ich nehme mal an, das ist eben Rock´n´Roll... Fledermäuse segelten um den Burgturm während ich mich nach einem zwar anstrengenden und durch die Menschenmassen stellenweise chaotischen, aber doch netten Festival, auf den Heimweg machte. Prädikat: Empfehlenswert, nur sollten vielleicht beim nächsten Mal ein paar Parkplätze mehr organisert und ein paar Leute weniger reingelassen werden. |
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