Sep
21
Sa
Lesung: Jan Off @ Periplaneta Berlin
Sep 21 um 20:00 – 22:00

Der Tarantino der Pulp-Literatur am Samstag, den 21.09., zu Gast bei Periplaneta

Jan Offs Kurzgeschichten und Romane sind weder für Kinder noch für Erwachsene geeignet. Seine Erzählungen handeln von in Eckkneipen sitzenden Menschen, die den Anforderungen des Alltags bereits entsagt haben, von Punkrock und Halbleichen. Wortgewaltig und mit erzählerischer Finesse erweckt Jan Off Charaktere abseitiger Milieus zum Leben, deren Meldeadresse die Gosse ist: In seinen Geschichten stehen Trinkhallenphilosophen, psychotische Punks, straßenschlachterprobte Jungautonome und klebstoffschnüffelnde Kleinkriminelle ähnlich selbstverständlich im Mittelpunkt wie der Zahnarztsohn aus Blankenese beim Kreisschubsen auf Billstedter Schulhöfen. Jan Off gehört zu den Urgesteinen der Underground-Literaturszene dieser Republik und ist ein begnadeter Geschichtenerzähler. Das Fachpublikum und andere Strauchdiebe sind sich sicher: Jan Off ist der Quentin Tarantino zeitgenössischer Pulp-Literatur. 2001 wurde er sogar Deutscher Poetry-Slam-Meister bevor er besagter Szene den Rücken kehrte.

Lesungen von Jan Off sind wie ein Ritt auf der Rasierklinge. Du weißt nie, welche Gehirnhälfte dir der messerscharfe Vortrag des Autors durchtrennt. Ob Jan sich an das angekündigte Programm hält, ist ebenso ungewiss, wie die Frage, ob er seine Zuhörerschaft charmant umgarnen oder nicht minder charmant beleidigen wird. Abschweifungen gehören in jedem Fall genauso zum guten Ton wie spontane Reaktionen auf Äußerungen aus dem Publikum. Das ist echtes Stand-up, wenn auch im Sitzen dargeboten. Nicht selten poetisch, nicht selten politisch, immer aber unterhaltsam. Denn eins hat der Verfassers des Kultromans „Vorkriegsjugend“ seit Punkrocktagen verinnerlicht: Wenn nicht irgendwas verspritzt wird, ist es nicht meine Party.

Wir empfehlen den VVK zu nutzen! VVK 6€, AK 8€

Karten gibt es hier
Einlass 19.30 Uhr
Beginn 20.00 Uhr

Sep
27
Fr
Lange Nacht der Subkultur @ Periplaneta Berlin
Sep 27 um 20:00 – 22:00

Literatur und Musik abseits des Mainstreams

Am Freitag, den 27. September präsentieren Christian Schmitz, Kristjan Knall, Philipp Baar, Daniel Marschall und Mädchen aus Berlin Texte und Lieder aus der Subkultur. Sie begegnen ihrer Umwelt eher unkonventionell und beobachten genauestens alle Details. Und darüber schreiben und singen sie dann: mal polemisch überspitzt, vielleicht sogar politisch inkorrekt, mitunter sarkastisch oder auch zynisch. Und sie wollen euch daran teilhaben lassen!

Die Edition Subkultur veröffentlicht Independent-Literatur und Musik. Zwischen subtil und subversiv ist alles dabei – witzig, schräg und jenseits jener Schubladen, in die man „Szeneliteratur“ so gerne einsortiert.

Der Eintritt ist frei, Spenden erwünscht.
Wir empfehlen, telefonisch Plätze zu reservieren: 030 4467 3433.

Okt
12
Sa
Open Stage Varieté @ Scheinbar Varieté
Okt 12 um 20:00 – 22:00

Christian Schmitz auf der Open Stage

Open Stage Varieté ist beliebt bei gestandene Profis ebenso wie Newcomer . Die Genrevielfalt reicht von Kabarett, Chanson, Artistik und Stand Up Comedy bis hin zu Darbietungen, für die sich keine Namen finden lassen. Im Backstage warten Magier, Pantomimen und manchmal sogar Einradfahrer auf ihren Auftritt:
spektakulär bei einer Bühne mit den Massen 4×3 und einer lichten Höhe, die eine Herausforderung auch für ehrgeizige Jongleure darstellt! Kein Abend gleicht dem anderen, denn die Programmfolge wird vom wöchentlich wechselnden Moderator – einzige Konstante in diesem Konzept – erst kurz vor Vorstellungsbeginn festgelegt.

Christian Schmitz ist dort, wo Berlin stattfindet. Auf der Straße. Denn er ist Taxifahrer. In seinen Storys geht es um Gurt-Verweigerer, Zentimeterscheiße oder Rückspiegeltäter. Mal humorvoll mal nachdenklich schreibt er über Menschen und die Gespräche mit ihnen.

Okt
25
Fr
Buchpremiere: Wie aus mir kein Rockstar wurde @ Periplaneta Berlin
Okt 25 um 20:00 – 22:00

HC premiert am Freitag, den 25.10., bei Periplaneta Berlin

H.C. Roth wird in diesem Herbst vierzig. Kaum zu glauben, ist aber so. Zu diesem Anlass schenkt er sich selbst die autobiographische Textsammlung „Wie aus mir kein Rockstar wurde“, sein siebtes Buch in der Edition Subkultur übrigens. Hier versammeln sich Ox-Fanzine-Kolumne, Poetry-Slam-Beiträge und natürlich extra für dieses Buch Geschriebenes. Immer geht es nur um einen, ihn, H.C. Roth. Kindheit, Jugend, das Leben auf Tour. Verletzungen, Alkohol, Todesangst. Bands, Bands, Bands. Viele Texte, viele Themen, viele Facetten eines Menschen.

Und weil er seinen vierzigsten Geburtstag nicht feiern möchte, feiert er nun eben dieses Buch. Mit euch und seinem Special Guest, den er der Geheimhaltung wegen in Geschenkpapier gewickelt hat.

Der Eintritt ist frei, Spenden erwünscht.
Wir empfehlen, telefonisch Plätze zu reservieren: 030 4467 3433.

Okt
31
Do
Halloween-Lesung @ Periplaneta Berlin
Okt 31 um 20:00 – 22:00

KÜRBIS SEIN FÜR EINE NACHT!

Am Donnerstag, den 31. Oktober, feiern wir Halloween – die coolere Variante von Allerheiligen. Aber was wird gefeiert? Das Fest geht auf eine irische Legende zurück, in der ein gewisser Jack den Teufel kidnappte und der Teufel sich mit einer Rübe freikaufte, in die Jack eine glühende Kohle legte und so durchs Dunkel fand. Überall, wo Wald und Bier ausreichend vorhanden sind, entstehen solche Geschichten.
Als die Iren dann nach Amerika auswanderten, gab es plötzlich keine Rüben mehr, die man aushöhlen konnte. Und so wurde der Kürbis zur Ersatzrübe …

Nach dem schaurig-schönen Halloween im letzten Jahr werden wir auch 2019 wieder einen schwarzen Abend präsentieren. Fürs Grusel-Horror-Kopfkino sorgen Sascha Dinse, Thomas Manegold und Sarah Strehle mit Texten aus eigener Herrstellung und dem ein oder anderen Klassiker von Menschen, die schon tot sind.
Dazu kredenzen wir zünftig Bier und echte Grusel-Musik. Denn wir haben Klangkünstler Caspar Pan geladen, der aus eigens erschaffenen Gerätschaften Gänsehaut-Sounds zaubert.

Der Eintritt ist frei, Spenden erwünscht.
Wir empfehlen, telefonisch Plätze zu reservieren: 030 4467 3433.

Nov
9
Sa
Lesung: Mach ma Licht im Mauerschatten @ Periplaneta Berlin
Nov 9 um 20:00 – 22:15

Mikis Wesensbitter und Mark Scheppert verwandeln am Samstag, den 9. November, das Periplaneta in einen Retrosalon.

Der 09. November ist ein historisches Datum. Aus Anlass des 30. Mauerfall-Jubiläums laden Mark Scheppert und Mikis Wesensbitter zu einer Reise in die Vergangenheit ein, eine Reise in ein Land, das es nicht mehr gibt. Sie lesen Geschichten über Kindheit und Jugend in Ostberlin. NVA-Soldaten malen im Kindergarten, Pioniernachmittage, die aus dem Ruder laufen, die erste Liebe und Punk-Konzerte im Jugendclub.

Im Retrosalon Periplaneta wird an diesem Abend eine längst vergangene Zeit wieder lebendig. Unterstützt wird die Lesung mit Videoprojektionen von Torsten E.Höhle.

Einlass 19.30 Uhr
Beginn 20.00 Uhr
Eintritt VVK 6€
Eintritt AK 8€

Nov
29
Fr
Lesung: Dirk Bernemann @ Periplaneta Berlin
Nov 29 um 20:00 – 22:15

GESTEN & GERÄUSCHE am Freitag, den 28. November, bei Periplaneta.

„Ich hatte so eine Britpopphase, in der ich dachte: Das ist es jetzt. Zieh dich scheiße an, lass deinen Friseur Experimente machen. Vielleicht einfach nicht hingucken beim Haare schneiden. Sei cool und sage nichts. Fahre in den Urlaub nach Manchester und Liverpool. Rede dir ein, dass das Scheißwetter deiner Melancholie irgendwie entspricht. Höre Musik ohne Botschaft, genieße die völlige Leere der 90er Jahre und gewöhn dich an Alkoholismus. Steh in der Ecke rum und sei unbeliebt und gleichermaßen beliebt. Sieh zu, wie Zeit vergeht, sieh zu, wie alles egaler wird. Sieh zu, wie du selbst egal wirst. Stirb irgendwann und schreibe in dein Testament die Playlist für deine Beerdigung. Fühle dich dabei popkulturell relevant. Akzeptiere bitte nie, dass du eigentlich ein Vollidiot bist.“ (Kapitel: Musik für reguläre Menschen)

Dirks Buch beschäftigt sich damit, wie es war, sich einen Geschmack anzueignen, zu zementieren und ständig zu hinterfragen. Die Hauptfigur ist der Autor selbst, aber irgendwie auch überhaupt nicht. Eigentlich liest man die ganze Zeit Geräusche, die zu Literatur geworden sind und zu denen man im Zweifelsfall tanzen kann.
Dirk Bernemann war schon als Kind fasziniert von Musik und schönen, aber auch nicht so attraktiven Worten. Die deutsche Sprache ist für ihn ein Fahrzeug, mit dem er in alle Regionen menschlichen Empfindens einfahren kann. Seine Texte sind wie alte Bekannte mit neuen Gesichtern, wie alte Drogen mit neuen Wirkstoffen, wie bekannte Plätze mit neuen Häusern.

Einlass 19.30 Uhr
Beginn 20.00 Uhr
Eintritt VVK 6€
Eintritt AK 8€