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Halloween-Lesung @ Periplaneta Berlin
Okt 31 um 20:00 – 22:00

KÜRBIS SEIN FÜR EINE NACHT!

Am Donnerstag, den 31. Oktober, feiern wir Halloween – die coolere Variante von Allerheiligen. Aber was wird gefeiert? Das Fest geht auf eine irische Legende zurück, in der ein gewisser Jack den Teufel kidnappte und der Teufel sich mit einer Rübe freikaufte, in die Jack eine glühende Kohle legte und so durchs Dunkel fand. Überall, wo Wald und Bier ausreichend vorhanden sind, entstehen solche Geschichten.
Als die Iren dann nach Amerika auswanderten, gab es plötzlich keine Rüben mehr, die man aushöhlen konnte. Und so wurde der Kürbis zur Ersatzrübe …

Nach dem schaurig-schönen Halloween im letzten Jahr werden wir auch 2019 wieder einen schwarzen Abend präsentieren. Fürs Grusel-Horror-Kopfkino sorgen Sascha Dinse, Thomas Manegold und Sarah Strehle mit Texten aus eigener Herrstellung und dem ein oder anderen Klassiker von Menschen, die schon tot sind.
Dazu kredenzen wir zünftig Bier und echte Grusel-Musik. Denn wir haben Klangkünstler Caspar Pan geladen, der aus eigens erschaffenen Gerätschaften Gänsehaut-Sounds zaubert.

Der Eintritt ist frei, Spenden erwünscht.
Wir empfehlen, telefonisch Plätze zu reservieren: 030 4467 3433.

Nov
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Fr
Lesung: Dirk Bernemann @ Periplaneta Berlin
Nov 29 um 20:00 – 22:15

GESTEN & GERÄUSCHE am Freitag, den 28. November, bei Periplaneta.

„Ich hatte so eine Britpopphase, in der ich dachte: Das ist es jetzt. Zieh dich scheiße an, lass deinen Friseur Experimente machen. Vielleicht einfach nicht hingucken beim Haare schneiden. Sei cool und sage nichts. Fahre in den Urlaub nach Manchester und Liverpool. Rede dir ein, dass das Scheißwetter deiner Melancholie irgendwie entspricht. Höre Musik ohne Botschaft, genieße die völlige Leere der 90er Jahre und gewöhn dich an Alkoholismus. Steh in der Ecke rum und sei unbeliebt und gleichermaßen beliebt. Sieh zu, wie Zeit vergeht, sieh zu, wie alles egaler wird. Sieh zu, wie du selbst egal wirst. Stirb irgendwann und schreibe in dein Testament die Playlist für deine Beerdigung. Fühle dich dabei popkulturell relevant. Akzeptiere bitte nie, dass du eigentlich ein Vollidiot bist.“ (Kapitel: Musik für reguläre Menschen)

Dirks Buch beschäftigt sich damit, wie es war, sich einen Geschmack anzueignen, zu zementieren und ständig zu hinterfragen. Die Hauptfigur ist der Autor selbst, aber irgendwie auch überhaupt nicht. Eigentlich liest man die ganze Zeit Geräusche, die zu Literatur geworden sind und zu denen man im Zweifelsfall tanzen kann.
Dirk Bernemann war schon als Kind fasziniert von Musik und schönen, aber auch nicht so attraktiven Worten. Die deutsche Sprache ist für ihn ein Fahrzeug, mit dem er in alle Regionen menschlichen Empfindens einfahren kann. Seine Texte sind wie alte Bekannte mit neuen Gesichtern, wie alte Drogen mit neuen Wirkstoffen, wie bekannte Plätze mit neuen Häusern.

Einlass 19.30 Uhr
Beginn 20.00 Uhr
Eintritt VVK 6€
Eintritt AK 8€