{"id":497,"date":"2009-08-22T21:19:43","date_gmt":"2009-08-22T19:19:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.subkultur.de\/edition\/?p=497"},"modified":"2018-12-20T02:29:13","modified_gmt":"2018-12-20T01:29:13","slug":"wacken-open-air-2009","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.subkultur.de\/edition\/wacken-open-air-2009\/","title":{"rendered":"Wacken Open Air 2009"},"content":{"rendered":"<header><strong><a href=\"https:\/\/www.subkultur.de\/edition\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/woa09plakat.jpg\"><img decoding=\"async\" data-attachment-id=\"502\" data-permalink=\"https:\/\/www.subkultur.de\/edition\/wacken-open-air-2009\/woa09plakat\/\" data-orig-file=\"https:\/\/www.subkultur.de\/edition\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/woa09plakat.jpg\" data-orig-size=\"425,600\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"Wacken Open Air 2009\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-large-file=\"https:\/\/www.subkultur.de\/edition\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/woa09plakat.jpg\" class=\"alignright  wp-image-502\" style=\"margin-left: 5px; margin-right: 5px;\" alt=\"Wacken Open Air 2009\" src=\"https:\/\/www.subkultur.de\/edition\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/woa09plakat.jpg\" width=\"250\" srcset=\"https:\/\/www.subkultur.de\/edition\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/woa09plakat.jpg 425w, https:\/\/www.subkultur.de\/edition\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/woa09plakat-213x300.jpg 213w, https:\/\/www.subkultur.de\/edition\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/woa09plakat-300x424.jpg 300w, https:\/\/www.subkultur.de\/edition\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/woa09plakat-100x141.jpg 100w, https:\/\/www.subkultur.de\/edition\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/woa09plakat-150x212.jpg 150w, https:\/\/www.subkultur.de\/edition\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/woa09plakat-200x282.jpg 200w, https:\/\/www.subkultur.de\/edition\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/woa09plakat-142x200.jpg 142w\" sizes=\"(max-width: 425px) 100vw, 425px\" \/><\/a>Am Ende steht die Vorfreude<\/strong><\/header>\n<header><\/header>\n<header><em>Wacken ist ein Mythos, der sp\u00e4testens seit dem Kinofilm \u201cFull Metal Village\u201d auch \u00fcber den gro\u00dfen Kreis der Freunde der Stromgitarrenmusik hinaus bekannt ist. Und wir wissen, dass mindestens zwei Periplanetaner dieser gro\u00dfen Anziehungskraft des kleinen Dorfes regelm\u00e4\u00dfig einmal im Jahr folgen- zum gr\u00f6\u00dften Heavy Metal Festival Europas. Kai Kellermann (Foto), einstiger Quotenmetaller der Subkultur Redaktion, war wieder mit dabei. Es folgt ein Bericht dar\u00fcber, woran er sich noch erinnern kann \u2026<br \/>\n<\/em><\/header>\n<p>Endlich ist es wieder soweit. Die Zeit des Wartens hat ein Ende und das 20. Wacken Open Air, dem derzeit gr\u00f6\u00dften Heavy Metal Festival des Globus, steht vor der T\u00fcre. Die Vorfreude auf diesen Event, bei dem \u00fcber 80 Bands ihr K\u00f6nnen zum Bsten geben, ist unfassbar. Da machen einem die vielen Stunden der Anfahrt auch gar nichts mehr aus und als wir die Ortseinfahrt passieren, m\u00fcssen wir uns wundern, wie leer doch die Stra\u00dfen sind. Sp\u00e4ter sollen wir von einem Anwohner erfahren, dass die Hauptanreise mittlerweile schon auf den Montag f\u00e4llt, manche kommen sogar schon Sonntagabend in dem kleinen \u00d6rtchen nahe Itzehoe an, um ihre Zelte aufzuschlagen. Heute ist es Mittwoch, da sind die meisten der insgesamt 75.000 Besucher bereits kr\u00e4ftig am Feiern und auch das Veranstaltungsprogramm hat bereits begonnen.<\/p>\n<p><strong>Das Dorf in einer Stadt<\/strong><\/p>\n<p>Nachdem auch wir unsere Zelte aufgeschlagen haben geht es erst einmal auf Erkundungstour. Schlie\u00dflich will man ja wissen, was es heuer f\u00fcr Neuerungen gibt. Es grenzt wirklich an Wahnsinn, was dem Metalhead an diesem ersten Augustwochenende alles geboten wird. Der Metalmarket, wo alles rund ums Thema Heavy Metal erworben werden kann, scheint noch weiter ausgedehnt worden zu sein, auch das Festivalgel\u00e4nde selbst hat offenbar eine Erweiterung erfahren. Neu eingerichtet wurde auf einer Fl\u00e4che von zwei Hektar die so genannte Medieval Action Area mit eigener B\u00fchne, einer Bar in Form eines Wikinger-Drakkars, einem Wikingerdorf mit Verkaufsst\u00e4nden, einem Ritterlager, einem Fu\u00dfballfeld und Fl\u00e4chen f\u00fcr Highlandgames und Live-Rollenspiele, mittelalterliche Wettk\u00e4mpfe sowie ein Zelt, in dem Wrestling-K\u00e4mpfe besucht werden k\u00f6nnen. Dar\u00fcber hinaus warten au\u00dferhalb des eigentlichen Festivalgel\u00e4ndes mit den Hauptb\u00fchnen auch noch der Bayerische Biergarten mit eigener B\u00fchne, das Freiluftkino, ein Supermarkt, eine J\u00e4germeisterbar in luftigen 50 Metern H\u00f6he und vieles mehr auf den Besucher. Da geraten die musikalischen Vorf\u00fchrungen glatt zur Nebensache.<\/p>\n<p>F\u00fcr Au\u00dfenstehende m\u00f6gen die scheinbar endlosen Campingplatzfl\u00e4chen ebenfalls eine kleine Attraktion darstellen. Um den \u00dcberblick zu behalten, wurden den Erschlie\u00dfungswegen sogar metallische Stra\u00dfennamen, wie etwa Nightwish Boulevard oder Grave Digger Gasse verliehen. Hier bekommt das Grauen ein Gesicht, ein betrunkenes, um genau zu sein. Und der Besucher wird Zeuge aller Stadien der Entmenschlichung. Der Einfallsreichtum der Camper scheint keine Grenzen zu kennen, wenn es darum geht, sich auf m\u00f6glichst spektakul\u00e4re Weise die Zeit zu vertreiben, wobei eine stetig steigende Alkoholisierung als angenehmer Nebeneffekt stets geduldet oder gar angestrebt wird. Grausig geht es dabei in manchen Vierteln zu, so grausig, dass sogar der Schweinegrippevirus einen gro\u00dfen Bogen um das Gel\u00e4nde macht. Wie uns die Veranstalter am letzten Tag berichten werden, kann bis zu letzt kein Grippefall von den Sanit\u00e4tern ausgemacht werden.<\/p>\n<p>Am Mittwochabend ist das gesamte Gel\u00e4nde bereits hoffnungslos \u00fcberv\u00f6lkert und ins Zelt der W.E.T.-Stage, wo ab 17:00 Uhr schon die ersten Bands auftreten, ist kein Hineinkommen mehr, die Menschenmassen stehen bereits bis ins Freie. So f\u00fchrt uns unser Weg in die Hauptstra\u00dfe der Ortschaft Wacken, wo man jenseits des gro\u00dfen Trubels auch seinen Spa\u00df haben kann. Ein Essens- und Getr\u00e4nkestand reiht sich hier an den n\u00e4chsten. Auch die Anwohner haben in ihren Vorg\u00e4rten Pavillons und Bierb\u00e4nke aufgestellt und bet\u00e4tigen sich als Schankwirt oder Grillmeister. Zu sehr g\u00fcnstigen Preisen kann man sich hier verpflegen und gem\u00fctlich mit den Anwohnern plaudern oder besser noch: schnacken, wie der Norddeutsche sagt. Auch die Wackener freuen sich auf diesen Event, denn einmal im Jahr w\u00e4chst f\u00fcr eine Woche eine ganze Stadt um die kleine Ortschaft, in der an den restlichen 360 Tagen des Jahres nicht allzu viel los sein d\u00fcrfte. Nach diesem Abstecher geht\u2019s zur\u00fcck aufs Festival. \u201eFlight 666\u201c, der neue Iron Maiden-Film l\u00e4uft gerade auf der Kino-Leinwand und im Anschluss wartet auf den einen oder anderen auch noch das Partyzelt, wo zusammen mit den Spa\u00dfmachern Onkel Tom und Mambo Kurt bis in die Morgenstunden gefeiert wird. (D)<\/p>\n<p><strong>A Night To Remember<\/strong><\/p>\n<p>Den Donnerstag kann man bekanntlich etwas ruhiger angehen lassen. Mein Bruder und ich nutzen beispielsweise den Vormittag, um einen Bekannten im Ort zu besuchen, der sich jedes Jahr wieder freut, wenn wir mal bei ihm vorbei schauen. Sp\u00e4ter st\u00fcrzen wir uns direkt ins mittelalterliche Treiben zu den Highlandgames, wo die ersten Freiwilligen aus dem Publikum schon unter der schweren Last gro\u00dfer Felsbrocken, die es auf einen Tisch zu heben gilt, ins Schwitzen geraten. Bis zu 110 kg bew\u00e4ltigen dabei manche Teilnehmer. Nat\u00fcrlich vergeht der Tag wieder wie im Flug und ab 16:00 Uhr beginnt auch schon das musikalische Programm auf den beiden Hauptb\u00fchnen.<\/p>\n<p>Wie schon in den letzten Jahren l\u00e4uft der Donnerstag wieder unter dem Motto \u201eA Night To Remember\u201c. Anl\u00e4sslich des 20. Festivaljubil\u00e4ums steht um 16:00 Uhr die Band SKYLINE auf der Black Stage. Skyline waren Headliner f\u00fcr das erste W:O:A im Jahre 1990 und kein geringerer als Festival-Chef Thomas Jensen steht auch heute wieder auf der B\u00fchne und bedient den Bass. Unglaublich, was aus einem Event werden kann, der eigentlich mal aus purer Langeweile heraus initiiert worden ist. F\u00fcr diesen Auftritt haben sich Skyline einiges an Verst\u00e4rkung ins Boot geholt. So steht gleich zu beginn Metal-Queen Doro Pesch auf den Brettern und schmettert die eigens f\u00fcr das Festival geschriebene Hymne \u201eWe Are The Metalheads\u201c hernieder. Auch Eric Fish von Subway To Sally schaut mit seinem Dudelsack vorbei. Zwischenzeitig treiben die sexy Fuel Girls ihr Unwesen auf der B\u00fchne. Am Ende hat auch Onkel Tom Angelripper einen eigenen Wackensong im Gep\u00e4ck.<\/p>\n<div style=\"width: 260px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/www.periplaneta.com\/wp\/wacken-open-air-2009\/wacken_schandmaul\/\" rel=\"attachment wp-att-418\"><img decoding=\"async\" class=\" \" style=\"margin-left: 5px; margin-right: 5px;\" title=\"Schandmaul\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.periplaneta.com\/wp\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/wacken_schandmaul.jpg\" width=\"250\"\/><\/a><p class=\"wp-caption-text\">Schandmaul<\/p><\/div>\n<p>Der Blick zur\u00fcck in vergangene Zeiten ist ein gro\u00dfes Thema dieses Jahr in Wacken und so leisten auch einige K\u00fcnstler der mittelalterlichen Schublade ihren musikalischen Beitrag. Die kleine B\u00fchne in der Medieval Action Area wird jeden Tag als Podium verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig junger K\u00fcnstler aus dem Genre mittelalterlicher Rockmusik genutzt. Auf den Hauptb\u00fchnen vertreten Veteranen wie IN EXTREMO, SUBWAY TO SALLY und die M\u00fcnchener Folkrocker SCHANDMAUL dieses Genre. Letzt genannte betreten schon am Donnerstag um 17:00 Uhr die Black Stage, eine der beiden gro\u00dfen Hauptb\u00fchnen, und zeigen, was sie live auf dem Kasten haben. Wie das Wetter ist auch die Stimmung im Publikum hervorragend. Es dauert nicht lange und schon muss man die ersten Crowdsurfer auf ihrem Weg in Richtung B\u00fchne \u00fcber seinen Kopf bef\u00f6rdern. Neben den vielen Gassenhauern der Spielleute sind es vor allem die beiden attraktiven Musikerinnen Birgit und Anna, die, st\u00e4ndig mit anderen mittelalterlichen Instrumenten bewaffnet, unerm\u00fcdlich \u00fcber die B\u00fchne wirbeln und so das Publikum weiter anheizen.<\/p>\n<p>Unglaubliche Menschmassen zieht der ehemalige B\u00f6hse Onkelz Frontmann Stephan Weidner mit seinem neuen Projekt DER W. im Anschluss vor B\u00fchne. In der 75-min\u00fctigen Show durchlebt der H\u00f6rer alle H\u00f6hen und Tiefen von Weidners aktuellem Album \u2013 G\u00e4nsehaut ist sp\u00e4testens dann garantiert, wenn der W. Unterst\u00fctzung von einem Streicher-Ensemble erh\u00e4lt.<\/p>\n<p>Selten hat der Donnerstagabend die Bezeichnung A Night To Remember mehr verdient als an diesem Tag. Kapit\u00e4n Rock\u2019n\u00b4Rolf von einem der \u00e4ltesten deutschen Heavy metal Flagschiffe RUNNING WILD hat sich dazu entschieden, ein letztes Mal in die Taktlage zu klettern und die Segel f\u00fcr eine letzte gro\u00dfe Fahrt zu raffen. Die Setlist durften im Vorfeld die Fans via Internet-Voting bestimmen, und so ist es garantiert, dass ein Gros der vielen Klassiker aus \u00fcber 30 Jahren bandgeschichte aus den Boxen schallt. Leider setzt gegen Ende des Gigs ein l\u00e4stiger Landregen ein, doch der kann die feierliche Stimmung vor der B\u00fchne nicht beeinflussen \u2013 ein wahrhaft denkw\u00fcrdiges Ereignis.<\/p>\n<p>Etwa zeitgleich treten auf der Party Stage die Italienischen Rockstars LACUNA COIL und vers\u00fc\u00dfen mit Frontdame Cristina Scabbia \u2013 wie immer eine Augenweide \u2013 f\u00fcr manch einen Metalhead den Abend. Und da soll noch einmal einer sagen, Metal w\u00e4r ne reine M\u00e4nnerdom\u00e4ne! Allein in Wacken spielen heuer mit Lacuna Coil, Tristania, Epica, Eths und nat\u00fcrlich der Metal Queen Doro Pesch zahlreiche Vertreter des so genannten Femal Fronted Metal.<\/p>\n<p>Zum Gl\u00fcck hat es nun wieder aufgeh\u00f6rt zu regnen und so stehe ich p\u00fcnktlich um 22:45 Uhr wieder in trockenen Klamotten vor der True Metal Stage in freudiger Erwartung der Herren von HEAVEN AND HELL. Benannt nach dem ersten Black Sabbath-Album aus dem Jahre 1980 mit S\u00e4nger Ronnie James Dio zeigen Gitarrengott Tony Iommi, Bassist Geezer Butler und Drummer Vinny Appice, dass sie nichts aber auch gar nicht verlernt haben. Im Gegenteil! Derma\u00dfen virtuos an den Instrumenten und theatralisch-ausdrucksstark erlebt man selten eine Band, und das in dem Alter. Nat\u00fcrlich mit perfektem Sound ausgestattet verzaubern die Amerikaner sowohl mit \u00e4lteren St\u00fccken aus der Black Sabbath Aera, als auch mit aktuellen Songs nicht nur die alten Fans, sondern sicher die gesamte, vor der B\u00fchne versammelte Wacken-J\u00fcnger-Gemeinde.<\/p>\n<p>Zu sp\u00e4ter Stunde wird es im Partyzelt noch einmal so richtig hei\u00df, denn die FUEL GIRLS, ein professionelles Stropperinnenquartett aus England, legen eine ordentliche Show auf die Bretter, die nat\u00fcrlich das m\u00e4nnliche Publikum in Scharen vor die B\u00fchne pilgern l\u00e4sst. Die H\u00fcllen fallen, Milch und Whiskey werden \u00fcber nackte K\u00f6rper entleert und zum Schluss wird auch noch ein m\u00e4nnlicher Besucher von den Damen \u201eerzogen\u201c. Ein netter Muntermacher zu dieser sp\u00e4ten Stunde.<\/p>\n<p><strong>Freitag<\/strong><\/p>\n<p>\u00dcber Nacht hat der Regen das Festivalgel\u00e4nde in einen gro\u00dfen Sumpf verwandelt, das Wetter zeigt sich heute durchwachsen, doch bleiben weitere Regenf\u00e4lle gl\u00fccklicherweise aus. P\u00fcnktlich um 11:00 Uhr morgens k\u00e4mpfen wir uns durch den schwarzen Schlamm in Richtung Black Stage, wo die Norweger VREID mit ihrer Mischung aus Black Metal und Rock `n\u00b4 Roll sowie lauter B\u00f6llersch\u00fcsse das verkaterte Publikum erstmal zu neuem Leben erwecken. Wem das zu hart ist, der kann sich zeitgleich nat\u00fcrlich auch f\u00fcr die Pagan Metalband SUIDAKRA oder kurz darauf f\u00fcr die Altrocker von UFO entscheiden.<\/p>\n<p>Es ist kurz nach zwei und eigentlich sollte ich jetzt GAMMA RAY h\u00f6ren, damit ich euch berichten kann, wie das Publikum von dieser gut gelaunten Truppe unterhalten wird. Allerdings habe ich das Privileg, mit dem J\u00e4germeister-Kran circa 50 Meter \u00fcber das Wacken Open Air gehoben zu werden. Da m\u00fcssen Herr Hansen &amp; Co schon mal zur\u00fcckstecken. Andererseits, so ein bisschen was wird man doch bestimmt auch in luftiger H\u00f6he mitbekommen. Also los geht\u2019s, nachdem die Teilnehmer von den durchaus h\u00fcbschen Damen am J\u00e4germeister-Stand fachgerecht untergebracht oder an den St\u00fchlen festgebunden wurde (alleine das ist schon ein Erlebnis), schwingt sich die Bar empor, um uns einen umwerfenden Blick auf das Festivalgel\u00e4nde zu erlauben. W\u00e4hrend ich den einen oder anderen eisgek\u00fchlten J\u00e4germeister serviert bekomme, kann ich sogar wunderbar den Auftritt von Gamma Ray verfolgen, nur eben aus einer etwas anderen Perspektive.<br \/>\nZur\u00fcck auf festem Boden geht es geradewegs zur Black Stage. Mit der maskulinen S\u00e4ngerin Candace Kucsulain&nbsp; besitzen die Detroiter WALLS OF JERICHO doch einen gewissen Exotenstatus im weiten Meer des Metalcore. Die durchtrainierte und von Kopf bis Fu\u00df t\u00e4towierte Frontdame macht es vor, springt zusammen mit ihren Kollegen unerm\u00fcdlich auf der gro\u00dfen B\u00fchne herum, w\u00e4hrend sie wild gestikulierend ins Mikro br\u00fcllt. So etwas steckt an! Bereits zum zweiten Song entbrennt im Publikum ein Circelpit mit gesch\u00e4tzten 30 Metern Durchmesser. In der folgenden Stunde Spielzeit gibt es nicht nur einmal die Wall Of Death zu bestaunen, kollektives Jumpen und Unmengen von Crowdsurfern geh\u00f6ren ebenso zum Programm. Doch Walls Of Jericho sind nicht die einzigen Vertreter des Momentan so beliebten Metalcore, einer Mixtur aus Death Metal und Hardcore \u2013 sp\u00e4ter am Tag stehen auch noch BRING ME THE HORIZON und die Shootingstars BULLET FOR MY VALENTINE auf dem Programm. Besonders letzt genannte ziehen mit Frauenschwarm Matt Tuck ungeahnte Massen vor die B\u00fchne, die mit ihren Helden kr\u00e4ftig abfeiern.<\/p>\n<div style=\"width: 260px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/www.periplaneta.com\/wp\/wacken-open-air-2009\/wacken_airbourne\/\" rel=\"attachment wp-att-417\"><img decoding=\"async\" class=\" \" style=\"margin-left: 5px; margin-right: 5px;\" title=\"Airbourne\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.periplaneta.com\/wp\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/wacken_airbourne.jpg\" width=\"250\"\/><\/a><p class=\"wp-caption-text\">Airbourne<\/p><\/div>\n<p>Apropos abfeiern: die Australier AIRBOURNE sorgten schon auf dem Wacken Open Air 2008 f\u00fcr reichlich Zuschauerzuspruch. So war es eigentlich klar, dass man diese Band noch einmal holen musste, diesmal jedoch mit einem besseren Sendeplatz. Unglaublich, was diese Jungs auf die Bretter legen, das ausgesto\u00dfene Adrenalin ist fast mit H\u00e4nden greifbar. Der ausgeflippte Frontmann Joel erklimmt w\u00e4hrend eines Songs sogar die Lichttraverse auf der linken Seite der B\u00fchne bis ganz unters Dach, und das komplett ohne Sicherung. Oben angekommen, h\u00e4ngt er sich mit einem Bein ein und spielt mal eben so ein Solo, bevor er sich kurz abst\u00fctzt und die Beine baumeln l\u00e4sst. Die Menge tobt, w\u00e4hrend Joel langsam aber sicher wieder festen Boden unter seinen F\u00fc\u00dfen erreicht. Das nenn ich eine fette Portion Rock\u2018n\u2018Roll.<\/p>\n<p>Auf einem heavy metal Fest darf nat\u00fcrlich auch der Thrash metal nicht fehlen! Heute ist es das Urgestein WHIPLASH, das die B\u00fchne im Partyzelt zum Erbeben bringt und morgen k\u00f6nnen wir uns sogar auf Testament und Machine Head freuen.<\/p>\n<p>Um 21:45 Uhr steht jedoch mal wieder der allseits bekannte kleine Mann mit dem Cowboyhut oben auf der true Metal Stage und richtet sich das Mikro in Stirnh\u00f6he zu Recht. \u201eWe are MOT\u00d6RHEAD and we play Rock `n\u00b4 Roll!\u201d k\u00fcndigt er sich und seine Mannen kurz an. Gesagt, getan! Un schon gehen Lemmy, Phil Campbell und Mikkey Dee gleich richtig in die Vollen. Mit 33 Jahren auf dem Buckel und 20 Langrillen im Gep\u00e4ck sind Mot\u00f6rhead in der Lage, stets ein individuelles Programm zu liefern. Auch heute gibt es einen feinen Querschnitt durch ihre Discographie zu h\u00f6ren. Vor der B\u00fchne geht\u00b4s mittlerweile richtig zur Sache, es wird geschoben und gedr\u00e4ngelt, sodass man von der aufziehenden K\u00e4lte nicht das Geringste mitbekommt. Schlie\u00dflich erh\u00e4lt der gute Lemmy Gesellschaft von den hei\u00dfen Fuel Girls, die leicht bekleidet das Feuer auf die B\u00fchne bringen. Ja, das gef\u00e4llt dem Bub dort oben und er kann sich das Grinsen nicht verkneifen. Danach ist erstmal Schluss. Doch selbstverst\u00e4ndlich kehrt das Trio zur ultimativen Zugabe aus \u201eAce Of Spades\u201c und \u201eOverkill\u201c noch einmal zur\u00fcck. Das sind eben Mot\u00f6rhead und sie spielen\u2026 ihr wisst schon.<\/p>\n<p>Auch IN FLAMES sind wieder mal zur\u00fcck in Wacken. Ich wei\u00df gar nicht, wie oft man die Jungs hier schon hat erleben d\u00fcrfen, aber dem Zustrom im Festivalgel\u00e4nde nach haben die meisten Metalheads noch lange nicht genug von den alten Schweden. Ihre Wurzeln als melodische Death Metal Band haben die Schweden mittlerweile v\u00f6llig hintr sich gelassen und spielen ausschlie\u00dflich Titel ihrer letzten Alben. Dabei schein scheint die gesamte B\u00fchne zu brennen. Feuerfont\u00e4nen sto\u00dfen aus allen Richtungen gegen die Musiker, sogar an den gegen\u00fcberliegenden Technikt\u00fcrmen werden riesige Flammenwerfer in Gang gesetzt, den Nachthimmel illuminiert ein opulentes Feuerwerk \u2013 was f\u00fcr ein Spektakel. Das Festivalgel\u00e4nde platzt aus allen N\u00e4hten! Diesen Gig haben sich bestimmt 50.000 Fans angesehen.<\/p>\n<p>Da wir schon vonm Female Fronted Metal gesprochen hatten:&nbsp; DORO PESCH, die Metal-Queen, ist quasi die Mutter aller heutigen Kapellen mit sch\u00f6ner S\u00e4ngerin an ihrer Spitze. Ihre Fans m\u00fcssen dieses Jahr einiges an Stehverm\u00f6gen mitbringen, denn unsere Lieblingsblondine entert erst kurz vor ein Uhr nachts die B\u00fchne. Aber daf\u00fcr wei\u00df die in schwarzem Leder gekleidete Metal-Queen genau, was die Fans hier in Wacken von ihr h\u00f6ren wollen, und beginnt ihren Auftritt dementsprechend mit einem Feuerwerk an alten Warlock-Klassikern und aktuellen Songs. Begleitet von abertausenden Stimmen beschlie\u00dft die Queen ihren Auftritt mit dem obligatorischen \u201cAll We Are\u201d.<\/p>\n<p>Jeder kennst sie, jeder liebt und manchmal hat man das Gef\u00fchl, sie spielen an jeder Stra\u00dfenecke \u2013 wenn\u00b4s sein muss f\u00fcr ein Butterbrot und `nen Humpen Met, Hauptsache nur sie k\u00f6nnen spielen. Klar, die Rede ist von Jedermanns Lieblingswikinger AMON AMARTH, die heute als letzte Band die Bretter der Black Stage zum Beben bringen sollen. Leider kommt es dann doch anders, denn der Sound ist eine wahre Katastrophe, f\u00fcr die die Musiker nat\u00fcrlich nichts k\u00f6nnen. Au\u00dfer den Bassdrums ist quasi kaum was zu verstehen. Der Gesang kann von den Technikern zwar noch verbessert werden, aber die Gitarrenarbeit bleibt ein einziger dumpfer und ausgesprochen leiser Brei. Sehr schade! Denn Johann Hegg und Konsorten haben extra ihr gro\u00dfes Wikingerschiff mitgebracht und im Set reiht sich ein wahrer Klassiker an den n\u00e4chsten. Als die B\u00e4sse der Zugabe \u201eDeath In Fire\u201c \u00fcber die Felder dr\u00f6hnen bin ich bereits am Zelt. Sinnlos erschien es, diesem Trauerspiel bis zum Ende beizuwohnen. (D)<\/p>\n<p>Zeitgleich, es ist es schon zwei Uhr morgens, betreten ASP die Party Stage. Aber der Gothic-Fan wird zu dieser Stunde ja eh erst richtig munter. So ist der Platz davor noch mehr als ordentlich gef\u00fcllt und die Wartenden feiern einen jeden Song ab. \u201eWir wollen brennen\u201c-Rufe zitieren die Musiker nach kurzer Pause zur\u00fcck auf die B\u00fchne. Mit einem gefl\u00fcsterten \u201eDas wollen wir auch\u201c gibt es dann zum Abschluss noch das Geforderte St\u00fcck, bevor die Fans nun endg\u00fcltig in die Nacht entlassen werden.<\/p>\n<p>Und diese ist heute sternenklar, die Temperaturen fallen tief und unterschreiten sogar die 10\u00b0C-Marke. Damit muss man rechnen im hohen Norden. Nur langsam will die letzte Halbe Dosenbier, die mittlerweile ebenfalls wieder K\u00fchlschranktemperatur erreicht hat, die Kehle hinunter rinnen. Nachmittags setzt man alles daran, den Stoff halbwegs k\u00fchl zu lagern, jetzt h\u00e4tte man nichts dagegen einzuwenden, wenn die Pl\u00f6rre den einen oder anderen Grad h\u00f6her temperiert w\u00e4re. Aber so ist das eben. Der erste Tag hatte verdammt viel zu bieten, freuen wir uns auf das, was noch kommen mag. Prost!<\/p>\n<p><strong>Samstag<\/strong><\/p>\n<p>Zur\u00fcck im Geschehen, ist es doch immer wieder ein Genuss der etwas anderen Art, dem Spielzug der freiwilligen Feuerwehr Wacken, kurz WACKEN FIREFIGHTERS benannt, zu lauschen. Im Biergarten haben sich zahlreiche Fans eingefunden, um zusammen mit der Kapelle einfach alles zu geben. Da wird gebangt und gemosht oder auch mal eben eine Polonaise gestartet. Immer wieder sch\u00f6n zu sehen, wie Fans mit \u201eGod Hates Us All\u201c-Tattoos zu \u201eRosamunde\u201c abgehen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Nicht nur das W:O:A hat ein Jubil\u00e4um zu feiern, sondern auch das deutsche Heavy Metal Urgestein RAGE. Zu diesem Zweck hat sich Bandchef Peavy Wagner Verst\u00e4rkung geholt: Blind Guardian S\u00e4nger Hansi K\u00fcrsch, Destruction-Frontmann Schmier und Eric Fish von Subway To Sally unterst\u00fctzen die band bei ihrer reise durch die eigenen Discografie, bei der leider Gottes doch so manch gro\u00dfer Klassiker der Bandgeschichte unter den Tisch gefallen ist. Daf\u00fcr gibt es Titel aus den Anfangstagen der band zu h\u00f6ren, die bestimmt scho 10 Jahre lang den Weg durch die PA nicht mehr gefunden hatten.<\/p>\n<div style=\"width: 1444px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.periplaneta.com\/wp\/wacken-open-air-2009\/wacken_schlammschlacht\/\" rel=\"attachment wp-att-416\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Schlammschlacht\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.periplaneta.com\/wp\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/wacken_schlammschlacht.jpg\" width=\"1434\" height=\"1075\"\/><\/a><p class=\"wp-caption-text\">Schlammschlacht<\/p><\/div>\n<p>Das Gel\u00e4nde ist mittlerweile wieder gut abgetrocknet, lediglich im Bereich der Toilettenw\u00e4gen und Dixi-Parks halten sich hartn\u00e4ckig einige gro\u00dfe Schlammkloaken, was wohl am st\u00e4ndigen Zufluss liegen d\u00fcrfte. Dass genau in diesen P\u00fctzen, deren&nbsp; Zusammensetzung am besten gar nicht erst analysiert werden sollte, regelm\u00e4\u00dfige Schlammschlachten betrunkener Festivalbesucher stattfinden, ist f\u00fcr den Normalsterblichen zwar alles andere als nachvollziehbar, sorgt im Allgemeinen aber doch f\u00fcr Erheiterung, was man an der gro\u00dfen Zahl der Schaulisten w\u00e4hrend solcher Entartungen zu sehen ist.<\/p>\n<p>Es ist 15:30 Uhr und das Thermometer ist auf ca. 30 \u00b0C geklettert, als mit TESTAMENT eine der gro\u00dfen Thrash-Metal-Institutionen aus der Gr\u00fcndungszeit diese Genres auf die True Metal Stage marschiert. Mit h\u00f6llischer Lautst\u00e4rke und einem m\u00f6rderischen Dampfwalzen-Sound dr\u00f6hnen sogleich die ersten Noten aus den Boxen. So dauert es trotz der Bullenhitze nicht lange und schon kann sich der erste Moshpit vor der B\u00fchne etablieren. Bei diesem Gig haben wirklich alle ihren Spa\u00df!&nbsp; Und heftig geht\u2019s gleich weiter. Wesentlich j\u00fcnger sind die vielen Fans, die nun vor der Black Stage auf ihre Helden von HEAVEN SHALL BURN warten. Zweifelsohne geh\u00f6ren diese Jungs zu den Musikern der Stunde und ziehen mit ihrem Deathcore Unmengen von Menschen an, wo auch immer sie auftreten. Mit dem grandiosen Opener vom letzten Album \u201eEndzeit\u201c wird der nun folgende Wahnsinn eingel\u00e4utet. Schon bricht vor der B\u00fchne die H\u00f6lle los und erste Circle-Pits wirbeln m\u00e4chtig Staub auf. Bald entsteht die erste gro\u00dfe Wall Of Death und im Anschluss fordert S\u00e4nger Marcus Bischhoff die Meute auf, den gro\u00dfen Circle-Pit-Rekord von 2007 zu brechen. Rennen ist nun angesagt, und zwar im Kreis und um den Technikturm herum, womit der Pit einen Durchmesser von ca. 50 Metern erreicht haben d\u00fcrfte. Wahnsinn! Ein Meer von Crowdsurfern geht anschlie\u00dfend in Wogen auf die Securitys im Graben hernieder. Nach dem letzetn Song springt Bischhoff selbst mit weitem Hechter in die Massen und l\u00e4sst sich tragen. Wie schon gesagt \u2013 Wahnsinn!<\/p>\n<p>Nachdem diesem Spektakel geht es auf der True Metal Stage erstmal etwas ruhiger zur Sache. Mr. AXEL RUDI PELL sorgt mit sanftem Heavy Rock, manch einer Ballade und ellenlangen Instrumentaleinlagen erstmal f\u00fcr Gelassenheit.<\/p>\n<p>Ein weiteres kleines Highlight des Festivals kann um 19:15 Uhr auf der Party Stage erlebt werden. Mit seinem Elektro-Projekt PAIN z\u00fcndet Peter T\u00e4tgren auf dem diesj\u00e4hrigen W:O:A Feuerwerk, das Seinesgleichen sucht. Schon der Opener wird umrahmt von Feuerfont\u00e4nen und akustisch begleitet von lauten Kanonenschl\u00e4gen. Insgesamt ein echtes Best-of-Programm versetzt die zahlreich erschienenen Fans w\u00e4hrend der folgenden Stunde in Ekstase, und das trotz der Konkurrenz namens In Extremo auf der Black Stage.<\/p>\n<p>VOLBEAT aus D\u00e4nemark z\u00e4hlen wohl unumstritten zu einer der besten Livebands dieser Zeit. Der steile Aufstieg der Jungs sorgt jedenfalls f\u00fcr ordentlichen Andrang vor der True Metal Stage. Und kaum erklingen die ersten Takte zu \u201eGuitar Gangsters &amp; Cadillac Blood\u201c, schon ist f\u00fcr die meisten Fans kein Halten mehr. Es wird getanzt und gemosht, wenn nicht gerade einer der zahlreichen Crowdsurfer vorbei gereicht werden muss. Kein Zweifel, Volbeat treten 2009 Presleys Erbe an \u2013 the King is alive!<\/p>\n<p>Viel Zeit zum Verschnaufen bleibt nun nicht. Denn schon 15 Minuten sp\u00e4ter steht der n\u00e4chste Kracher auf der benachbarten Black Stage. Und eines muss man hier klar feststellen: MACHINE HEAD kommen, spielen und walzen erst mal gepflegt alles und jeden nieder. Unglaublich! Was f\u00fcr ein intensiver Gig! Die B\u00fchne ist in atmosph\u00e4risches Rot getaucht, als die ersten Kl\u00e4nge des Intros vom Band kommen. Der Platz vor der Black Stage ist proppenvoll, als unter tosendem Beifall Machine Head die B\u00fchne entern. Von der ersten Sekunde bis zum letzten Ton geben Robb Flynn und seine Mannen ordentlich Vollgas. Das Adrenalin, das bei diesem Gig freigesetzt wird, ist fast schon mit H\u00e4nden greifbar. W\u00e4hrend die Fans noch einmal alles geben, f\u00fchrt die Setlist durch die gesamte Bandgeschichte. Und selbst als Machine Head ruhigere T\u00f6ne anschlagen, knistert es \u00fcberall. Der Aufforderung, einen riesigen Moshpit zu gestalten, und das nach drei Tagen Festival, kommen Hunderte ihrer Anh\u00e4nger umgehend nach. Zwar erreicht der Pit nicht mehr die Ausma\u00dfe, die Heaven Shall Burn zustande brachten, doch Robb bedankt sich f\u00fcr sechs (!!!) gro\u00dfe Pits vor der B\u00fchne. Da bleibt ihm nichts weiter als \u201eWow!\u201c zu sagen. Machine Head lassen sich zu recht noch einmal ausgiebig feiern und hinterlassen das Gef\u00fchl, Teil von etwas ganz besonderem geworden zu sein.<\/p>\n<div style=\"width: 260px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/www.periplaneta.com\/wp\/wacken-open-air-2009\/wacken_crowdsurfer\/\" rel=\"attachment wp-att-414\"><img decoding=\"async\" class=\"  \" title=\"Crowdsurfer\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.periplaneta.com\/wp\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/wacken_crowdsurfer.jpg\" width=\"250\"\/><\/a><p class=\"wp-caption-text\">Crowdsurfer<\/p><\/div>\n<p>Wenn das Wacken Open Air schon ein Jubil\u00e4um feiert, dann m\u00fcssen nat\u00fcrlich auch SAXON mit von der Partie sein. Schlie\u00dflich haben die Briten 1992, also im dritten Jahr, als erster internationaler Gast mit gro\u00dfem Namen dem Festival zu Sprung auf eine h\u00f6here Ebene verholfen. Seitdem spielen sie sch\u00e4tzungsweise jedes zweite Jahr in Wacken und auch wenn sie einmal nicht im Billing stehen, kann\u00b4s gut und gerne passieren, dass sie pl\u00f6tzlich f\u00fcr ein paar Nummern auf die B\u00fchne rumpeln. Dieses Jahr haben die Jungs um Frontmann Biff Byford dar\u00fcber hinaus selbst etwas zu Feiern: 30 Jahre ist es her, als das Deb\u00fctalbum \u201eSaxon\u201c auf den Markt gebracht wurde. Im Vorfeld dieses Konzerts hatten die Fans die M\u00f6glichkeit, mittels Voting auf der Band-Seite im Netz die Setlist selbst zu bestimmen \u2013 von jedem Album wird nun jeweils mindestens eine Nummer gespielt und in den meisten F\u00e4llen ist die Wahl auch auf den jeweiligen Titeltrack gefallen. Bei Trommelfell zerrei\u00dfender Lautst\u00e4rke geraten die vorderen Reihen schnell in ein Schieben und Dr\u00e4ngeln, bis jeder seinen Platz behaupten kann. Und dann kommen auch schon die Crowdsurfer. Zeitweise muss ich die Jungs im 20-Sekunden-Takt \u00fcber den Sch\u00e4del heben. Zum Klassiker \u201eWheels Of Steel\u201c lassen die Sachsen den Adler steigen. Mit der gro\u00dfen Rocker-Hymne \u201eDenim &amp; Leather\u201c findet ein denkw\u00fcrdiges Konzert nach knapp zwei Stunden sein Ende.<\/p>\n<p>Zum Schluss hei\u00dft es f\u00fcr die Security im Fotograben vor der Black Stage Regenkleidung anziehen, denn gleich kommt die Splattershow der Amis GWAR. Zu deftiem Thrash Metal werden Imitationen von Talkmaster Steve Wilkos, Michael Jackson, Hillary Clinton und zuletzt Barack Obama enthauptet oder verst\u00fcmmelt. Das Kunstblut flie\u00dft dabei in Str\u00f6men oder spritzt in weiter Font\u00e4ne ins Publikum. Schnell hat die makabere Show ihren Reiz verloren, abgesehen davon haben GWAR auf musikalischer Ebene wirklich nicht besonders viel zu bieten.<\/p>\n<p><strong>Am Ende steht die Vorfreude<\/strong><\/p>\n<div style=\"width: 260px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/www.periplaneta.com\/wp\/wacken-open-air-2009\/wacken_luftbar\/\" rel=\"attachment wp-att-415\"><img decoding=\"async\" class=\" \" style=\"margin-left: 5px; margin-right: 5px;\" title=\"An der Bar\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.periplaneta.com\/wp\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/wacken_luftbar.jpg\" width=\"250\"\/><\/a><p class=\"wp-caption-text\">An der Bar<\/p><\/div>\n<p>Schnell sind sie wieder vor\u00fcber, die Tage des Wacken Open Air. Nun kann der Countdown von vorn gestartet werden. Organisatorisch kann der Event, der im Gro\u00dfen und Ganzen ohne Pleiten, Pech und Pannen \u00fcber die B\u00fchne gegangen ist, einmal mehr als Meisterleistung betrachtet werden, die ohne ein H\u00f6chstma\u00df an Professionalit\u00e4t nicht zu erdenken ist.<\/p>\n<p>Um dem gro\u00dfen Stau zu entgehen starten wir am Sonntag so fr\u00fch wie m\u00f6glich und bleiben nat\u00fcrlich trotzdem vor dem Elbtunnel im Verkehr stecken. Aber halb so wild. Zwei Stunden sp\u00e4ter soll dieser Stau 18 Kilometer betragen, da sind wir noch glimpflich davon gekommen. Obwohl die Tage in Wacken ordentlich schlauchen, ist man jedes Jahr wieder ein wenig traurig, wenn man sich auf der Heimreise befindet. Aber das Festival geht in die N\u00e4chste Runde. Nach gerade einmal 10 Stunden k\u00f6nnen die Veranstalter den Ausverkauf der ersten 10.000 Weihnachtstickets f\u00fcr 2010 vermelden. Metal will never die! Wacken will never die! Rain or Shine! Am Ende steht die Vorfreude auf das n\u00e4chste Jahr.<\/p>\n<div class=\"shariff shariff-align-flex-end shariff-widget-align-flex-end\"><ul class=\"shariff-buttons theme-round orientation-horizontal buttonsize-small\"><li class=\"shariff-button facebook\" style=\"background-color:#666666\"><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sharer\/sharer.php?u=https%3A%2F%2Fwww.subkultur.de%2Fedition%2Fwacken-open-air-2009%2F\" title=\"Bei Facebook teilen\" aria-label=\"Bei Facebook teilen\" role=\"button\" rel=\"nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#990000; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 18 32\"><path fill=\"#3b5998\" d=\"M17.1 0.2v4.7h-2.8q-1.5 0-2.1 0.6t-0.5 1.9v3.4h5.2l-0.7 5.3h-4.5v13.6h-5.5v-13.6h-4.5v-5.3h4.5v-3.9q0-3.3 1.9-5.2t5-1.8q2.6 0 4.1 0.2z\"\/><\/svg><\/span><\/a><\/li><li class=\"shariff-button twitter\" style=\"background-color:#666666\"><a href=\"https:\/\/twitter.com\/share?url=https%3A%2F%2Fwww.subkultur.de%2Fedition%2Fwacken-open-air-2009%2F&text=Wacken%20Open%20Air%202009\" title=\"Bei X teilen\" aria-label=\"Bei X teilen\" role=\"button\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; 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