Autor: Kristjan Knall

Das Gesicht. Die Brille. Die Fellmütze. Herr Knall ist berüchtigt und auch ein bisschen berühmt. Er lebt und schreibt in Berlin und will ansonsten unerkannt bleiben.

von Kristjan Knall. „Ey du Arschloch, wa rot oda? WILLST DU WAS AUF DIE FRESSE?“, lallt der Typ gescheiterter Handwerkskleinstunternehmer dem Radfahrer Oranien-, Ecke Adalbartstraße entgegen, wie es sich gehört. Der gibt zurück: „Halts Maul, du Spast!“ Der Handwerker torkelt ihm nach, schreit noch ein wenig, aber er ist nur noch ein Hund, der bellt. […]

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Fritzi Ernst "Keine Termine" Rezi

Ah, Schnipo Schranke! Ich hätte nie gedacht, dass es sich so gut anfühlt, ein 16-jähriges, depressives, kiffendes Mädchen zu sein. Und hässlich dazu. Der Name bedeutet „Schnitzel-Pommes Schranke“, also die Pommes mit Ketchup und Majo. Was gibt es Schöneres als eine plattgeklopfte Leiche in alter Brotmansche mit transfetttriefenden Kartoffelstücken, dazu Zucker mit ein wenig Tomate […]

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KIZ Presse by Philipp Gladsome

von Kristjan Knall. „Halbes Jahrzehnt ohne Album ist schon sehr, sehr lange. Wir war’n die letzten sechs Jahre frierend in der Berghainschlange.“ Verdammt lange, fast vergessen. Und dann dieser Satz in der – deutsch, fresh  – „Singleauskopplung“, das hat Potential. Der Song aus dem Album „Und das Geheimnis der unbeglichenen Bordellrechnung“ hat einen annehmbaren Beat, jetzt wird […]

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Mikis Wesensbitter - subkultur

von Kristjan Knall. Weil Bestsellerlisten mein sozialistischer Marschbefehl sind und gegen Lockdown-Depression nur Konfrontationstherapie hilft, las ich „Allegro Pastell“. Der Titel ist akademisch für „Nichts Halbes und nichts Ganzes“. Es ist eine erhellende, genüsslich frustrierende, sich tot schleppende Saga über das, was nach dem Hipster kommt. (Spoiler: Es wird nicht besser.) Der Trick des Autors […]

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Rick And Morty Rezi by Knall

„Es fühlt sich an, als würde ein Bär den Honig aus einem Bienenbau lutschen und du wärst der Honig.“ Ungefähr so war eine Bandrezension für die VICE. Die Hipsterbild hat früh erkannt: Niemand liest positive Rezensionen. Davon gibt es schon genug in den ganzen Werbebeilagen („Magazinen“) und butterweichen Lifestyle-Blogs. Drei Probleme: 1. Fernsehen nervt, weil […]

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Kristjan Knall - Subkultur

Eine Kolumne von Kristjan Knall.Teil III „Cornern“ ist seit Corona das Neue „In der Bar abhängen“. Insofern liegt das Syndikat voll im Trend. Mittlerweile cornern davor mehr Leute, als früher im Syndikat waren. Einige vom Kollektiv kommen vorbei, es gibt Schnaps vom Tablett. Ein paar Abende später cornern nur eine Handvoll Subjekte. Sie trauern. Das […]

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Kristjan Knall - Subkultur

Eine Kolumne von Kristjan Knall.Teil II Ein paar erschöpfte Biere und eine Tourischlägerei später ist es Dienstag. Letztes Flyern, Wannen verfolgen die Papierterroristen im Schritttempo. Alle 10 Minuten grollen sie am Syndikat vorbei. Alle Frauenschläger, Räuber und Mörder können ein paar Straßen weiter auf dem Tisch tanzen. Die Staatsmacht setzt Prioritäten: den Selbsterhalt. Wir begrüßen […]

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Kristjan Knall - Subkultur

Eine Kolumne von Kristjan Knall.Teil I „Hurensohn!“, schreit der Polizeibeamte einem Mann, Typ Jogger, hinterher, nachdem er versucht hat, ihm ein Bein zu stellen. Er ist nicht nur Freund und Helfer, sondern auch auf der Hermannstraße kulturell absolut angekommen. „Hier möchte ich nicht mal tot über dem Zaun hängen!“, reicht nicht mehr. Jetzt werden Zäune […]

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(von Kristjan Knall, aus „Neukölln- Ein Elendsbezirk schießt zurück“) … Das Syndikat ist nicht das hippe Engels, auch wenn das verirrte Facebook-Touristen manchmal denken. Es ist auch nicht der Bierbaum und ganz besonders nicht das Fräulein Langner. Nicht, dass diese Bars alle scheiße wären. Nur die Leute da sind es eben. Die einzige Bar, die […]

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